Für ein Wochenende Landtagsabgeordneter
Sonntag, den 24. Juli 2011 um 18:55 Uhr
| Drucken |
von Florian Merker
Florian Merker aus Grevenbroich vertrat am vergangenen Wochenende als einer von 181 Teilnehmern aus ganz NRW den Dormagener Landtagsabgeordneten Wiljo Wimmer MdL, der Merker für den vierten Nordrhein-westfälischen Jugendlandtag gerne seinen Platz überlies. Merker vertrat seinen echten Abgeordneten in all seinen Funktionen:
Er war Mitglied der CDU-Fraktion, des Kulturausschusses und beschäftigte sich zusätzlich mit einem der beiden Sonderthemen des Jugendlandtages, "Schule zukunftsfähig machen".
"Es war eine besondere Erfahrung, den Tagesablauf eines Landtagsabgeordneten genauer kennenzulernen. Besonders herausfordernd war es allerdings, mit einer solch großen Fraktion auf einen Nenner zu kommen. Da war es auch besonders wichtig, mit dem einen oder anderen außerhalb der Sitzungen Kontakt aufzunehmen."
Das Verhältnis zu den anderen Fraktionen war eine zusätzliche Herausforderung, die eher weniger Freude bereiten sollte: "Traurigerweise stellte sich besonders die SPD-Fraktion schlecht dar. Sie wirkte arrogant, hielt sich im Plenum seltenst an die Hausordnung, machte immerhin im Gegensatz zu ihrer echten Fraktion keinen Hehl aus einer rot-rot-grünen Koalition."
Die meisten Anträge wurden bei diesem Jugendlandtag von SPD, Grünen und Linken verabschiedet, oft gemeinsam verfasst und in gemeinsamer Ablehnung jeglicher Vorschläge aus den Reihen der "Opposition".
Merker durfte als einer von acht Rednern der CDU-Fraktion im Plenum Stellung nehmen, als das von ihm mitverhandelte Spezialthema "Schule zukunftsfähig machen" behandelt wurde. Besonders kritisierte er dabei das Undurchdachte der SPD-Anträge: "Die SPD machte manchmal sogar diskutable Anträge, jedoch scheiterte es oft an der Umsetzbarkeit, da jene schlecht durchdacht waren. Sie waren schwammig formuliert, realitätsfern und bestätigten eine bekannte Weisheit: Die Sozis können nicht mit Geld umgehen!"
Besonders der Umgang mit Geld machte Merker Sorgen. "Ich bin mir nicht sicher, ob einige Fraktionen das Problem der Schuldenpolitik bereits erkannt haben. Hoffentlich machen die Kollegen des Jugendlandtags nicht die gleichen Fehler".
Der Jugendlandtag beschloss die verpflichtende Einführung eines Schulsozialarbeiters an jeder Schule sowie eine verpflichtenden Anzahl von mindestens zwei Tagen zur Berufsorientierung in jedem Jahr ab der achten Klasse (beides SPD, GRÜNE, LINKE, CDU, FDP). Außerdem verabschiedete er die Regelung, dass fortan konsumverherrlichende Werbung für Alkohol bis 22:00 Uhr verboten sein soll (SPD, GRÜNE, LINKE, bei starker Kritik der CDU und FDP).
Aktuelle Stunden fanden zu den Themen Loveparade, G8 und Extremismus statt.