Wiljo Wimmer im Gespräch mit Chempark-Betriebsräten
Freitag, den 17. Juni 2011 um 15:09 Uhr
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Im Gespräch bleiben, einen regelmäßigen Gedankenaustausch pflegen - das hatte Wiljo Wimmer bereits im April 2010 mit Siegfried Schulz, Betriebsratsvorsitzender der Firma Ineos, vereinbart. In der vergangenen Woche
trafen sich der Landtagsabgeordnete und Betriebsräte der Firmen Bayer, Dralon und Ineos sowie der IGBCE-Bezirksleiter Thomas Meiers zur dritten Gesprächsrunde.
Neben aktuellen Themen wie CO-Pipeline oder TDI-Anlage diskutierten die Teilnehmer vor allem die Energiepolitik der Zukunft. Die Arbeitnehmervertreter wiesen darauf hin, dass für bestimmte Industriebereiche Sonderlösungen in energiepolitischen Fragen gefunden werden müssen, wenn der Produktionsstandort Deutschland erhalten werden soll. Für die chemische Industrie bietet der verstärkte Umstieg auf erneuerbare Energien aber auch Chancen, da Windräder und Solarzellen überwiegend aus technischen Kunststoffen bestehen. Chemische Produkte sind inzwischen in allen Lebensbereichen unverzichtbar - dies muss durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit der chemischen Industrie noch stärker kommuniziert werden.
Der Mangel an Fachkräften ist mittlerweile auch für die Betriebsräte des Chemparks zu einem Hauptthema geworden. Neben Starthilfeprogrammen für „noch nicht ausbildungsfähige" Schulabgänger wird auch an Programmen zur Umschulung Erwachsener aus anderen technischen Berufen gearbeitet, um dem Mangel an Chemikanten zu begegnen.
Wiljo Wimmer: „Natürlich kann die Politik keine Facharbeiter bereitstellen. Aber wir können die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass das Interesse an Naturwissenschaft gerade bei Jugendlichen verstärkt wird, dass nicht nur „weiche Fraktionen" sondern auch Technik gefördert wird. Wenn wir unseren Lebensstandard beibehalten wollen können wir unsere Wirtschaft nicht auf Dienstleistungen reduzieren."
Foto v.l.: Günter Thielen, Sigfried Schulz, Jürgen Glade, Alexander Wilsing, Klaus-Jürgen Millen, Wiljo Wimmer, Peter Vogels, Andre van Broich und Thomas Meiers