Besuch des Jugendmigrationsdienstes in Dormagen
Donnerstag, den 14. April 2011 um 15:55 Uhr
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Brücken bauen - das war das Motto der katholischen Einrichtungen für Integration benachteiligter Jugendlicher für den diesjährigen Josefstag. Gerne folgte Wiljo Wimmer der Einladung des Jugendmigrationsdienstes des Rhein-Kreises Neuss und besuchte die Einrichtung in Dormagen.
Wolfgang Müller-Breuer, der die Einrichtung seit 2002 leitet, berichtet dem Landtagsabgeordneten detailliert über die vielfältigen Aufgaben und Schwierigkeiten bei den Integrationsbemühungen und wies besonders auf fehlenden Angebote in der Sprachförderung hin. Ältere Jugendliche und junge Erwachsene haben außerdem oftmals Probleme, weil ihre im Ausland erworben Berufsabschlüsse in Deutschland nicht anerkannt werden und dass oftmals in Bereichen, in denen hier händeringend -wie z.B. in der Krankenpflege- Personal gesucht wird.
Als einen „vielversprechenden Ansatz" bezeichnete Wiljo Wimmer das Pilotprojekt 'Junge Migranten als Lotsen', an dem sich auch der JMD Bonn beteiligt. Ziel ist es, junge Migrantinnen und Migranten für zivilgesellschaftliches Engagement zu begeistern und ihr Wissen und ihre Fähigkeiten so gewinnbringender als bisher für die Gesellschaft zu nutzen.
Wimmer: "Bürgerschaftliches und freiwilliges Engagement sind wichtige Stützpfeiler unserer demokratischen Gesellschaft und in vielen Bereichen sind Migranten unterrepräsentiert weil das Ehrenamt, wie wir es in Deutschland kennen und praktizieren, in den Kulturkreisen vieler Migranten nicht üblich ist. Dabei kann gerade über das Miteinander im Freiwilligenbereich eine Integration stattfinden."
Foto (privat) v.l.: Thomas Isop-Sander, Olena Tetera, Caroline DiTotto, Andrea Bülow-Höller, Wiljo Wimmer MdL und Wolfgang Müller-Breuer