CDU: Stadt muss demografische Entwicklung steuern
Dienstag, den 01. Februar 2011 um 18:23 Uhr
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NGZ Artikel vom 1.2.2011 / von Heiko Schmitz
Das Stichwort "Demografie" fällt immer, wenn sich Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann zu Perspektiven der Stadt äußert. In der Neujahrsansprache nannte er als eines der wichtigsten Vorhaben, "die Seniorenfreundlichkeit der Stadt" zu verbessern. Längst ist das Projekt Chefsache im Rathaus, inklusive Stabsstelle. Die CDU-Fraktion will das Thema aber nicht der Verwaltung überlassen,
sondern auch politisch besetzen und zum strategischen Ziel der Stadt machen. "Das hat nichts mit Futterneid zu tun", sagt CDU-Fraktionschef Wiljo Wimmer. "Es geht darum, die Brisanz des Themas zu verdeutlichen und einen Akzent aus der Politik heraus zu setzen."
Unter dem Titel "Lenken der Stadt Dormagen in der demografischen Entwicklung" fordert die CDU, den acht bisherigen Zielen ein weiteres hinzuzufügen, obschon die Punkte "Kinder sind Zukunft", "Lebensperspektive für Senioren" und "Erhalt und Verbesserung der sozialen, kulturellen und technischen Infrastruktur" bereits vorhanden sind. Aber: In keinem dieser Ziele finde sich "die demografische Entwicklung in ihrer gesamten Breite, Intensität und strukturellen Nachhaltigkeit wieder". Auf gut Deutsch: Die CDU will auf die Dramatik der Entwicklung verweisen. Denn Dormagen werde spätestens 2025 schon weniger als 60 000 Einwohner haben. Vor allem Hackenbroich und Delrath würden stark schrumpfen - ein Prozess, der mit Einnahmeverlusten von etwa 13 Millionen Euro pro Jahr einhergeht. Weiteres Problem: Die schrumpfende Bevölkerung wird immer älter. In einigen Stadtteilen werde sich der Anteil der über 80-Jährigen nahezu verdoppeln.