Max von Borzestowski „vertritt“ Wiljo Wimmer MdL im Jugend-Landtag
Donnerstag, den 14. Oktober 2010 um 11:45 Uhr
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Am 7. Oktober war es wieder soweit: Für drei Tage übernahmen 181 Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren beim 3. Jugend-Landtag die Rolle eines Abgeordneten . Statt nur auf der Besuchertribüne Platz zu nehmen, durften sie dann über jugendrelevante Themen debattieren und entscheiden.
Auf dem Platz von Wiljo Wimmer saß Max v. Borzestowski aus Grevenbroich.
Die Themen, mit denen sich die Jugendlichen beschäftigten, wurden von jugendlichen Helfern vorbereitet, die selbst im letzten Jahr Teilnehmer waren: "Europa voran bringen" sowie "Schulen sollen Ehrenämter fördern". Zu den vorbereiteten Themen wurden auch Experten für öffentliche Anhörungen eingeladen.
Darüber hinaus konnten die teilnehmenden Jugendlichen selbst Themen in Form einer "Aktuellen Viertelstunde" beantragen und debattieren. Themen dieser "Aktuellen Viertelstunden" waren "Integration durch Bildung", "Bundeswehr an Schulen", sowie "Schulden von heute zu Lasten von morgen". Außerdem konnten die Jugendlichen an einem Parlamentarischen Abend teilnehmen sowie sich auf einem „Markt der Möglichkeiten" über Institutionen, Stiftungen und Jugendorganisationen der Parteien informieren. Fraktionstreffen, Ausschüsse und Arbeitskreise - das Arbeitspensum ist hoch, eine Sitzung jagt die nächste. "Ich habe mich sehr gefreut, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, die Abläufe im Landtag von NRW mal hautnah mitzuerleben. Da konnte ich viele Erfahrungen sammeln", erklärte v. Borzestowski begeistert. Der Abiturient, der in Grevenbroich als Sachkundiger Bürger für die CDU im Sozialausschuss sitzt, durfte sogar als Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Integration erste Verantwortung auf landespolitischer Ebene übernehmen: "Besonders erfreut war ich über die Tatsache, dass wir die Einrichtung bzw. den Ausbau eines Vermittlungsbüros zwischen Ehrenamtsinteressierten und gemeinnützigen Institutionen beschlossen haben. Etwas Derartiges war auch Bestandteil der letzten Sitzung des Sozialausschusses in Grevenbroich."
Zum Schluss gab es für die 16- bis 20-Jährigen dann, ganz wie im wirklichen Landtagsgeschäft, eine hitzige Plenardebatte. Dabei stellten die einzelnen Fraktionen im Plenarsaal den anderen "Parlamentsmitgliedern" ihre Meinung zu den diskutierten Themen vor. Zuvor wurde eine Schweigeminute in Gedenken an den am Donnerstag - kurz vor Beginn des Jugend-Landtags - in Afghanistan gefallenen Bundeswehrsoldaten abgehalten. Gemeinsam fassten die "Abgeordneten" am Ende auch Beschlüsse. Das Besondere: Die Beschlüsse der Jugendlichen stehen kurze Zeit später in den Ausschüssen des echten Landtags auf der Tagesordnung. "Trotz all der vielen guten Erfahrungen, auch was die Bereitschaft der verschiedenen Fraktionen angeht, eine sachliche Diskussion zu bewahren, hat mich das Verhalten der Jugend-Landtagsfraktion der Grünen am Ende schon etwas verwirrt", erklärte v. Borzestowski abschließend. Gemeint war die Tatsache, dass die Plenarsitzung auf Antrag der CDU-Fraktion mit dem Singen der deutschen Nationalhymne als Zeichen für das Bemühen um Deutschland endete, was die Grünen geschlossen boykottierten.