Landesmittel für das Raphaelshaus


raphaelshaus_mai_2010_ww_1Über die Einrichtung einer neuen Gruppe im Raphaelshaus unter dem Titel „Jugendhilfe statt Jugendhaft" informierte sich jetzt CDU-Landtagskandidat Wiljo Wimmer. Zu-sammen mit dem Kreistagsabgeordneten Andreas Buchartz und den Fachpolitikern der CDU Stadtratsfraktion ließ er sich vor Ort von Hans Scholten, Direktor der Einrichtung, die aktuellen Planungen zum Neubau eines neuen Gruppengebäudes vorstellen. Die neue Gruppe ist für 8 Jugendliche im Alter von 14 - 17 Jahren geplant, die „in Jugendhaft sind, eine günstige Prognose haben und vorrangig der erzieherischen Begleitung und Orientierung bedürfen", so Scholten. Im Rahmen eines Pilotprojektes im Rapha-elshaus soll so das neue Gesetz „Jugendstrafe in freien Formen" umgesetzt werden.

Bereits im März hatten sich Wiljo Wimmer, Andreas Buchartz und Ratsfrau Tanja Engwicht in einem Schreiben an NRW-Bauminister Lutz Lienenkämper gewandt. Darin baten sie den Minister um Unterstützung bei der Bewilligung von Fördergeldern des Lan-des NRW aus dem Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt".

Es geht dabei um 500.000 Euro, die in die geplanten baulichen und infrastrukturellen Maßnahmen der Dormagener Jugendeinrichtung fließen sollen. Die Stiftung Wohl-fahrtspflege des Landes NRW hatte zuvor ihrerseits bereits ihre Bereitschaft zur Co-Finanzierung signalisiert.

Wie inzwischen aus dem Bauministerium NRW zu hören war, hat Minister Lienenkämper Schritte unternommen, damit eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund abgeschlossen werden kann.

Auch das in der Öffentlichkeit derzeit intensiv diskutierte Thema „Kindesmisshandlungen und Kindesmissbrauch" kam in der Diskussion mit den Unionspolitikern offen zur Sprache. Hans Scholten versicherte, für alle Betroffenen, die in den vergangenen Jahrzehnten schlechte Erfahrungen im Raphaelshaus gemacht haben, stets ein offenes Ohr zu haben. Wichtig sei es, auf allen Ebenen der Einrichtung, sowohl bei den Kindern und Jugendlichen als auch bei den Fachkräften, präventiv tätig und hoch wachsam zu sein, damit Übergriffe nach bestem menschlichem Ermessen ausgeschlossen sind.

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